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Zoom MRS 1266

Zoom MRS 1266 für die Tap-Guitar

Ich besitze mein Zoom MRS 1266 nun seit (kurz nachrechnen) etwa 4 1/2 Jahren und es ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt meiner musikalischen Aktivitäten zuhause. Das Gerät wird meines Wissens nicht mehr hergestellt, aber es gibt einen Nachfolger (MRS 1608) der bis auf ein paar kleine Erweiterungen weitestgehend das selbe kann wie das 1266.

Das MRS 1266 ist im Grunde ein All-In-One-Paket in Sachen Home-Recording.

Damit Ihr wisst, um was es sich hier eigentlich handelt, zähle ich einfach einmal die Features auf:




 

10-Spur Digital-Recorder
Bis zu 6 Eingänge von verschiedenen Instrumenten gleichzeitig belegbar (also 2 für die Tap-Guitar kein Problem)
Overdubbing möglich (also das Einspielen einer Aufnahme Stück für Stück)
Bis zu 100 virtuelle Takes pro Spur (man kann ein Solo also bei bedarf x mal einspielen und beim Abmischen die beste Version aussuchen)
Die 10 Spuren können zu einer oder mehreren zusammengefasst und damit freie Spuren geschaffen werden (das heißt, man kann theoretisch endlos viele Spuren einspielen)
Eingebauter Drumcomputer (voll programmierbar über anschlagsdynamische Touch-Pads)
Eingebauter Multieffekt für Gitarre, Bass und Vocals (Qualität medium, aber brauchbar)
XLR-Eingänge mit Phantomspeisung z.B. für Kondensatormikrophone
Time-Stretch-Funktion für Geschwindigkeitsveränderung ohne Tonhöhenänderung
Eingebauter CD-Brenner, mit dem man eine Aufnahme gleich als vollwertige Audio-CD ausspucken lassen kann


Und das Ding hat noch so viele weitere Funktionen, dass ich sie garnicht alle aufzählen kann (mal davon abgesehen, dass ich viele Funktionen bis heute noch nicht wirklich verstanden oder benutzt haben :-) ).

Man kann also sagen, mit dem MRS 1266 hat man ein richtiges kleines Studio zuhause.

Und das schöne ist, dass man es auch wunderbar als Übungs-Basis-Station für die Tap-Guitar verwenden kann. Und zwar auch im Stereo-Betrieb. Einfach die zwei Klinken einstecken, die Eingänge scharfschalten, bei Bedarf Effekt dazu (kleiner Wermuthstropfen: Effekte können immer nur über alle zur Zeit aktiven Kanäle gelegt werden - man kann also Melodie und Bass geräteintern nicht separat ansteuern, was bedeutet, dass die genutzten Effekte sich zumeist auf einen leichten referb-artiges beschränken) und los geht´s.

Als Boxen hab ich ein Paar Alesis M1 Active 520 Abhör-Monitore dran. Beide aktiv (das heißt, jede hat einen eigenen Verstärker), druckvoll, gutes Klangbild in allesn Frequenzbereichen und lautstärkemäßig zum Üben mehr als ausreichend. Ich würde sogar fast behaubten, dass man mit den Dingern auch bei kleineren Bandproben oder bei Jam-Sessions, bei denen nicht gerade Speed-Metal zelebriert wird noch recht gut mithalten kann.

Überhaupt war die Kombination aus MRS 1266 und Aktiv-Boxen bisher die beste Lösung für mich, was das Üben zuhause angeht. So hat man einen passablen Klang in jedem Lautstärkebereich (bei Amps muss ja zumeist ein Grundlevel erreicht sein, damit der Klang wirklich was taugt), man kann problemlos jede Art von Effektgerät dazwischenschalten, man kann mit Drumcomputer üben und: (was ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt haben) man kann das geübte einfach mal mitschneiden und sich im Anschluss selbst einmal anhören. Das ist verdammt viel wert, denn man stellt schnell fest, dass Stücke, von denen man eigentlich glaubte, man beherrsche sie auf einmal doch nicht so sauber klingen, wie man dachte... ;-)



Empfehlenswert für...

...jeden, der eine gute stereofähige Übungs- und Recordinglösung für seine Tap-Guitar sucht, mit der er Sound-Basteleien aller Art durchführen kann und der etwas unabhängiger von Amps sein möchte.

Ach ja: Einen Kopfhörer-Ausgang hat das 1266 natürlich auch. Das heißt, im Zweifel kann man damit auch nach außen hin fast geräuschlos einen Riesenspass haben.