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Korg Kaossilator
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DigiTech Jam Man Looper
Korg Kaossilator

Korg Kaossilator

Der Kaossilator von Korg ist ein äußerst nützliches kleines Tool mit immensem Spaßfaktor. Eine Art Synthesizer im Westentaschenformat, der anstelle eines Keyboards mit Hilfe eines kleinen Touch-Pads bedient wird, wie man es von Notebooks kennt (das Teil unter der Tastatur, womit man den Mauszeiger steuert).

Der Kaossilator lässt sich intuitiv steuern und da man die Tonart und eine Vielzahl von Skalen voreinstellen kann, läuft man auch nicht Gefahr, auf dem Pad eine falsche Note zu treffen. Unglaublich praktisch, was das spontane Improvisieren angeht!




 

Was bietet der Kaossilator?

Der Kaossilator bietet eine Auswahl von hundert Klang-Presets, die sich in verschiedene Gruppen wie Synth-Lead, Acoustic Instruments, Chords, Drums, aber auch eine Sektion von 10 voreingestellten Drum-Grooves aufteilen.

Jedes Preset lässt sich dabei mittels des Touch-Pads sowohl in der Tonhöhe (X-Achse, also durch verschieben des Fingers von links nach rechts), als auch mit einem Effekt wie Filter, Intensität oder Lautstärke (Y-Achse, also durch verschieben des Fingers von unten nach oben) kontrollieren.

Obwohl von Korg aus die Bedienung mit dem Finger vorgeschlagen wird, habe ich bessere Erfahrungen mit einem PDA-Stift gemacht, wie man ihn bei Handheld-Geräten benutzt. Die Töne lassen sich damit deutlich besser treffen und man läuft nicht so schnell Gefahr, den Nachbarton noch "mitzunehmen". Für mich klingen die Ergebnisse mit einem Stift einfach sauberer. Aber das muss jeder für sich selbst ausprobieren.



Vor- und Nachteile des Kaossilator

Ich habe mich anfangs gefragt, für wen Korg wohl ein solches Gerät baut. Und die Antwort lautet im ersten Moment wahrscheinlich: DJ´s, die ein paar Live-Effekte einbauen wollen und 16-Jährige Techno-Fans, die eine günstige Lösung suchen, um ohne größere musikalische Vorkenntnisse ihre ersten Beats zu erzeugen.

Für einen Musiker, der komplette Songs damit erstellen will ist die Ausstattung auf den ersten Blick eigentlich ein bißchen zu mager, denn aufgrund des minimalen Loop-Speichers (gerade mal schäbige 2 Takte a 4 Beats!) lässt sich auf dem Kaossilator selbst kein vernünftiger Song erstellen. Man kann zwar beliebig overdubben, aber alles endet in diesem einen zweitaktiken Loop. Okay, man könnte sich jetzt solche Overdub-Orgien vorstellen, bei denen man Runde für Runde ein neues Instrument hinzufügt und an Schluß mit einem Solo-Instrument über all das improvisiert, aber selbst für so etwas sind 2 Takte eigentlich deutlich zu wenig, zumal es keinerlei Möglichkeit zur Speichererweiterung gibt.

Ein weiteres "Manko" ist, dass die unterschiedlichen Presets sich nicht in der Lautstärke untereinander verändern lassen. Wenn also ein Solo-Instrument in Bezug auf einen Flächensound beim Overdubben etwas zu leise ist, lässt sich daran geräteintern nichts ändern. Auch die Presets selbst sind wie sie sind. Es gibt keinen USB-Anschluss oder sonst irgendeinen Eingang, über den sich die Presets tauschen oder verändern lassen können.

Das alles hört sich im ersten Moment also nach einem Spielzeug mit wenig Praxiswert an und ich glaube, das ist auch alles ganz bewusst so gestaltet, denn die eigentliche Zielgruppe die Korg damit ansprechen möchte will vor allem ein Gerät, das leicht zu bedienen ist und nimmt gern diese Nachteile in Kauf, wenn sie sich dafür nicht mit tausend Knöpfen und einer Unzahl von Optionen auseinandersetzen muss, die bei Einsteigern oder Live-Nutzern ohne größere Erfahrung eh für mehr Frust als Lust sorgen. Der Profi, der jeden Sound einzeln modulieren will und auf komplexe Strukturierungsmöglichkeiten steht, wird ohnehin eher zu einem Gerät aus der Electribe-Serie greifen.

ABER:

Wenn man den Kaossilator an einen Mehrspurrecorder wie meinem Zoom MRS 1266 anschließt, hat man auf einmal vollkommen andere (gigantische!) Optionen... Da sich damit das leidige Loop-Thema erübrigt, hat man nun eine theoretisch unbegrenzte Aufnahmezeit (bis die Festplatte aufgibt) und da man nicht mehr overdubben muss, sondern die einzelnen Sounds Spur für Spur aufnehmen kann, hat man nun auch die Möglichkeit, die Lautstärke ganz nach Belieben zu variieren - und auf einmal ist das kleine Spielzeug für Techno-Fans ein super-praktisches Synth-Tool, mit dem sich wunderbare Klangkulissen für allerlei experimentelle Arbeit ohne großen Aufwand in kürzester Zeit schaffen lassen. Und zwar auch dann, wenn man selbst kein Keyboarder ist und auch mit Sequenzern nicht viel am Hut hat. Ich selbst bastle zwar ganz gern mal mit Sequenzern, aber da sitze ich dann zumeist einen ganzen Tag dran bis ich einen Background zusammengestellt habe, während ich mit dem Kaossilator innerhalb von 10 Minuten schon ganz ordentliche Ergebnisse hinbekomme.



Tap-Guitar und Kaossilator

Für mich harmoniert der Kaossilator sehr gut mit der Tap-Guitar. Beides sind sehr neuzeitliche Instrumente und man kann mit Hilfe des Kaossilators eine Kulisse schaffen, in der die Tap-Guitar sich auf vielfältige Art und Weise einbetten lässt - entweder in Form eines Soloinstruments oder als Rhythmussektion in Kombination mit einem ansprechenden Beat oder einer sphärischen Klangfläche. Ich habe schon einiges mit dieser Kombination gebastelt und ich werde sicher auch in Bälde die ersten Klangbeispiele online stellen.