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Modellübersicht Tap-Guitars
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Die Auswahl der am Markt verfügbaren Tap-Guitars ist im Vergleich zu anderen Instrumenten (noch) verhältnismäßig gering. Das Angebot beschränkt sich auf einige wenige Hersteller, aber diese haben einiges interessantes zu bieten
Ich habe hier einmal die bekanntesten Hersteller aufgelistet und ihre typischen Merkmale aufgeführt. Natürlich hat diese Übersicht keinen Anspruch auf 100%-ige Vollständigkeit (ich haben noch nicht alle Modelle gespielt und können manche deshalb nur bedingt beurteilen) und einige Punkte sind vielleicht subjektiv, aber ich hoffe, es hilft dem ein oder anderen vielleicht trotzdem weiter, sich einen Überblick zu verschaffen.
Wenn Du möchtest, kannst Du auch einige wichtige Merkmale der unterschiedlichen Hersteller in der Schnellübersicht auf einen Blick betrachten.
Hier die verschiedenen Hersteller und Modelle in der Gesamtübersicht:
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Koyabu-Guitar
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Die Koyabu-Guitar ist im Grunde das optimale Einsteigergerät für Gitarristen, die erst einmal in die Welt des Tappens "hineinschnuppern" möchten ohne sich gleich der Wucht (und dem zugegebenermaßen nicht ganz niedrigen Preis) der "großen" 10- bis 12-Saiter zu stellen.
Sie ist eine sechssaitige E-Gitarre mit zwei Humbuckern ("klassisch" 3-stufig Hals-Kombi-Steg schaltbar wie bei einer Les Paul), die von A-Z auf das Tappen optimiert wurde.
Ich bin stolzer Besitzer eines Prototyps, da die Koyabu-Guitar noch in der Erprobungsphase ist (es wird also noch geschaut ob es überhaupt einen Markt für solche Spezial-Instrumente gibt) und es noch kein definitives Serienmodell gibt. Der Vorteil der Prototypen ist natürlich, dass sie Handgefertigt sind und einen Herstellungsstandard bieten, der kaum Wünsche offen lässt. Wer sich dafür interessiert, sollte mal bei bei Hans-Gerd Pflugbeil und Michael Koch von Music Marketing vorbeischauen und sehen, dass er eines der (möglicherweise irgendwann wertvollen) Stücke zum meines Erachtens mehr als fairen Preis ergattern kann.
Für optimale Tap-Ergebnisse sollte man die Koyabu-Guitar nicht wie eine normale Gitarre in "E-A-D-G-B-E" sondern besser in "E-A-D-G-C-F" stimmen. Klingt und spielt sich erstmal etwas sonderbar, hat aber durchaus einen Sinn. So können nämlich alle Skalen- und Akkordpatterns von jedem Punkt des Griffbretts und von jeder Saite aus gleichförmig bedient werden.
Wichtigste Infos zur Koyabu-Guitar:
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6 Saiten - im Prinzip aufgebaut wie eine klassische E-Gitarre
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2 Humbucker mit trotz "nur" 3-Weg-Schaltung unglaublicher Soundvielfalt (Stellung 1 - Hals: klassisch bis jazzig; Stellung 2 - Mitte: glockig; Stellung 3 - Steg: rockig, aggressiv, auch ohne Distortion ganz schön zerrig). Der Sound ist wirklich gut und die Intonation ist in allen Lagen hervorragend
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2 Lautstärkeregler (einer je Humbucker) - leider kein Tone - aber ich spiel ja wie gesagt einen Prototyp. Vielleicht kommt da ja noch was.
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Die Saitenspannung ist für das Tapping optimiert, das heißt, sie ist sehr, sehr soft. Für den "normalen" E-Gitarren-Betrieb (z.B. mit Plektrum) ist die Koyabu-Guitar also eher weniger geeignet, was aber nicht heißt, dass man nicht ab und zu ein paar Akkorde auf ihr zupfen oder durchschlagen kann
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Die Koyabu-Guitar lässt sich auf einem Ständer montieren und damit "frei schwebend" spielen - seeehr Rücken- und Sehnenscheidenfreundlich!
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Der Preis (z. Zt. 499 €) ist mehr als fair in der ansonsten doch relativ happigen Welt der Tap-Guitars. Dafür bekommt man ein quasi handgemachtes Instrument auf höchstem Profi-Niveau.
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Auch noch zu erwähnen ist der Style-Faktor - die Koyabu-Guitar sieht einfach gut aus und besticht mit einem absolut eigenständigen Design
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Koyabu-Board
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Das "große" Koyabu-Board ist noch verhältnismäßig neu am Tap-Guitar-Markt, hat sich aber bereits schon in populären Tapper-Kreisen (z.B. Ron Baggerman) etabliert. Der Entwickler, Yoshitaka Koyabu hat sich zum Ziel gesetzt, Tap-Gitarren alltagstauglicher und leichter verfügbar zu machen zu machen als bisher und hat bewusst einige Probleme vermieden, die andere Tap-Instrumente oft mit sich bringen.
Wichtigste Infos zum Koyabu-Board:
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Das Koyabu-Board wird grundsätzlich mit 12 Saiten geliefert. Es gibt die Modellreihen Tiny, Standard und Custom, wobei Tiny ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und im für Einsteiger im Grunde keine nennenswerten Nachteile im Vergleich zu Standard und Custom hat. Tap-Guitar-Profus werden sicherlich Gefallen an den exklusivern Modellen der Standard- und Custom-Kollektion finden, aber hier ist auch Ausprobieren angesagt, um zu erfahren, was das beste für einem ist
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Die Mensur (Griffbrettlänge und damit der Abstand der Bundstäbchen) ist im vergleich zu einigen anderen Tap-instrumenten eher an der Gitarre orientiert und gewährleistet eine sehr gute Bespielbarkeit auch für kleinere Hände ohne dass dabei Sound verloren geht.
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Das Board wird uncrossed gespielt und hat deshalb sehr angenehme Saitenabstände, da durch diese Spielweise ein breiterer Hals möglich ist.
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Das Koyabu Board hat meines Erachtens eines der ansprechendsten Designs in Sachen Tap-Guitar und es sind auch verschiedene Farben lieferbar.
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Man kann das Koyabu-Board auf einen Ständer montieren (der auf Wunsch vom Hersteller mitgeliefert wird) und es damit auch sitzend oder stehend spielen, ohne es sich umhängen zu müssen (gewaltiger Vorteil und extrem rückenschonend beim Üben)
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Man kann es aber auch umhängen und damit auf der Bühne wie jede andere gängige Tap-Guitar spielen.
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Viele verwendete Bauteile (Tuner, Tonabnehmer, Saiten) sind handelsübliche Gitarren- und Bass-Standard und man bekommt in jedem Musikgeschäft Ersatzteile oder Austauschteile, falls man mal etwas variieren möchte (z.B. andere Humbucker testen o.ä.)
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Das Instrument ist so gebaut, dass es jeder halbwegs fähige Gitarrist oder Bassist problemlos einstellen Kann (Bundreinheit, Trussrod). Alles ist gut zugänglich und man benötigt kein Markeneigenes Spezialwerkzeug
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Es existiert ein Stereo / Mono-Schalter, sodass man das Koyabu-Board über einen Verstärker / Effektweg spielen oder es auf zwei Wege splitten kann.
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Der Hersteller ist innovativ und schnell in der Umsätzung seiner Pläne. So ist bspw. eine Akkustik-Version in Arbeit, die sicher bald auf dem Markt verfügbar sein wird.
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Die Standardmäßig mitgelieferten Gurtschlösser sind hervorragend.
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Das Preis-Leistungsverhältnis ist insgesamt eines der besten auf diesem Markt. Man bekommt viel Instrument für´s Geld und der Ständer, der Gurt ein Gigbag und ein bißchen Zubehör sind auch schon mit drin. Zoll entfällt, weil es Händler in Deutschland gibt.
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MIDI ist optional in Standard- und der Custom-Variante verfügbar, lässt sich aber auch problemlos selbst oder von einem Gitarrenbauer bzw. vom Händler nachrüsten (das werde ich demnächst bei meinem Tiny machen).
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Auch interessant: Man kann sie in Deutschland vor dem Kauf an einigen Orten mal antesten.
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Service in Deutschland ist vorhanden.
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Marktverbreitung: Noch verhältnismäßig gering, weil noch relativ neu, aber das wird sich meiner Meinung nach aufgrund der attraktiven Features und des absolut akzeptablen Preises bald ändern.
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Ich habe mittlerweile einen guten Kontakt zu einem guten, zuverlässigen Händler für Koyabu-Boards. Wer eins möchte, sollte dort einfach mal vorbeischauen: music-marketing
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Chapman-Stick
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Der Chapman-Stick ist ein Klassiker unter den Tap-Gitarren. Emmett Chapman, der Erfinder des Stick baute bereits in den 60ern seine ersten Tap-Gitarren und tut dies noch heute, wenn auch leider nicht mehr immer ganz Marktgerecht.
Der Chapman-Stick hat mittlerweile einen fast schon sagenumwobenen Ruf. Schade ist nur, dass er mit vom Hersteller angegebenen 11 Monaten Lieferzeit etwas lang auf sich warten lässt und Zubehör sowie Service nur in den USA erhältlich sind.
Ich selbst besitze zwei Chapman-Sticks (einen 10-Saiter aus Polycarbonat und einen 12er Grand Stick aus Rosewood) und mag sie sehr. Sie haben ihre ganz eigenen Stärken, aber sie haben auch Ihre Eigenheiten.
Was es über den Chapman-Stick zu sagen gibt:
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Ein Klassiker, nicht zuletzt, weil er durch einige Prominente Künstler wie Tony Levin bekannt wurde und weil er eine der etabliertesten Tap-Guitars am Markt ist.
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Die Preise sind eigentlich okay (wenn auch nicht ganz günstig), aber der Import nach Europa ist halt teuer. Für einen neuen Stick muss man in Deutschland mit Versand und Zoll ab ca. 2500 € rechnen - je nach Ausstattung sind noch merkliche Steigerungen drin.
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Die Auswahl an Modellen ist vielseitig. Man kann sich seinen Stick beim Hersteller beliebig zusammenstellen. Es gibt mehrere Grundmodelle, die dann im einzelnen noch vielfache Optionen beinhalten.
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Das Design fasziniert viele Musiker aufgrund seiner schlichten Funktionalität, manchen ist es aber auch ein bißchen zu schlicht (Brett mit Saiten). Aber Design ist gerade bei Instrumenten ja bekanntlich Geschmacksache.
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Der Stick lässt sich mit frei wählbarem Tuning liefern. Allerdings ist das Crossed-Tuning allgemeiner Standard und es gibt nur wenige mir bekannte uncrossed-Spieler (ich selbst spiele den Stick auch crossed).
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Die Wartezeiten sind halt immer wieder ein unangenehmes Thema: 11 Monate werden vom Hersteller für ein neues Instrument angegeben, aber wie man in markenbezogenen Foren lesen kann, kann´s machmal auch etwas länger (18 Monate und mehr - ich warte bis heute auf einen Stick, den ich vor 24 Monaten bestellt habe!!!) dauern. Das ist für meinen Geschmack eigentlich ein bißchen zu viel für das Jahr 2010. Es wird zwar immer wieder betont, dass der Grund für die langen Wartezeiten ist, dass man besonderen Wert auf Qualität legt, aber Entschuldigung: Qualität kann man bei einem Instrument in dieser Preisklasse ja wohl erwarten und andere können es doch auch! Ich bin gespannt, wie der Markt in 5 Jahren aussehen wird. Ich habe das Gefühl, Emmett Chapman verläuft sich ein bißchen auf seine alten Jahre...
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Der Gebrauchtmarkt ist aufgrund der Seltenheit des Instrumentes und der langen Wartezeiten relativ schmal und teuer. Ein gut erhaltener Stick von vielleicht 5 Jahren geht gut und gern mal zum Preis eines neuen über den Tisch.
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Service gibt es nur beim Hersteller in Amerika. Falls mit dem guten Stück mal was ist, heißt das warten und investieren, denn der Versand hin und zurück und der Service selbst können schon richtig ins Geld gehen.
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In Europa gibt es keine Händler und keine Service-Stellen (mehr). Selbst der ehemalige Supporter Top-Tap-Guitarist Ron Baggerman aus den Niederlanden hat mittlerweile (meines Wissens frustriert) die Marke gewechselt.
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Der Stick besitzt viele Teile, die im freien Handel nicht verfügbar sind und nur über den Hersteller bestellt werden können. Selbst die Saiten kann man in Europa leider bei keinem Händler beziehen. Ich habe gehört, Chapman lässt die Saiten bei D´Addario fertigen - vielleicht kann man ja über D´Addario mal eine Connection herstellen, damit man die Saiten auch über den normalen Handel beziehen kann.
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Die Einstellbarkeit des Stick ist zwar viel gerühmt, weil man theoretisch alles ändern kann, was die Saitenlage angeht, aber realistisch gesehen sollte da ein Profi ran, der sich wirklich damit auskennt, weil das Instrument selbst für den geübten Gitarrero ein wenig zu komplex ist.
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Die Qualität ist gut und entspricht heutigen Marktstandards - nicht mehr und nicht weniger - aber ich würde sagen, das kann man von einem Instrument dieser Preiskategorie auch erwarten. Auch wenn der Hersteller darauf pocht, qualitativ etwas besonderes zu bieten, kann ich doch keinen wirklich berauschenden Unterschied zu anderen Marken (z.B. Gitarrenherstellern) in dieser Preisklasse entdecken.
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Die Polycarbonat-Modelle sind eine interessante Sache. Ich habe selbst einen und mir gefallen die guten Schwingungseigenschaften. Allerdings sind sie ziemlich schwer und gehen mit der Zeit ganz schön in den Rücken. Da ich schon länger ein bißchen Probleme mit dem Rücken habe (verschlissene Schultermanschette), beschränke ich das Üben mit dem Poly auf maximal eine Stunde.
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MIDI ist ab Werk verfügbar, aber nur schwer nachrüstbar (am besten über den Hersteller einbauen lassen).
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Der NS-Stick, ein 8-saitiges eigenständiges Modell, das zusammen mit dem legendären Ned Steinberger entwickelt wurde - vermutlich um über dessen großen Namen etwas mehr Bekanntheit zu erlangen - ist etwas mehr an die E-Gitarre angelehnt und kann theoretisch auch mit Pick gespielt werden (praktische eher bedingt). Die Verbreitung ist aber leider noch etwas schwach, deshalb gibt es für ihn noch nicht so viele Erfahrungswerte. Ich glaube, die meisten Käufer wollen eher den "richtigen" Stick. Aber ich werde mir vielleicht noch einen NS-Stick zulegen, wenn ich irgendwo einen gebraucht finde.
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Der Grand Stick ist die größere Variante des Chapman-Stick. Er hat 12 Saiten (statt 10 beim Standard-Stick) und eine etwas längere Mensur. Es gibt auf Wunsch aber auch einen 10-Saiter in Grand-Ausführung.
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Es gibt auch einen Stick-Bass - einen 8-saitigen Stick, der speziell für die Bedürfnisse von Bassisten konzipiert wurde, aber dieser ist meines Erachtens das seltenste Modell aus dem Chapman-Sortiment. Schade, weil hochinteressante Groove-Machine.
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Marktverbreitung (des normalen Stick): Hoch, weil schon lang am Markt, aber die Konkurrenz wächst, weil viele Käufer ihr Instrument schneller wollen oder nach etwas günstigerem suchen. Die Tap-Guitar-Community wartet darauf, dass Stick Enterprises endlich die Produktion erweitert und der Traum von vielen wäre eine Europa-Niederlassung, aber die Chancen stehen im Moment wohl leider nicht sehr gut (Emmett Chapman ist in die Jahre gekommen und sperrt sich offenstichtlich gegen so ziemlich alles, was über Amerika bzw. seinen Gartenzaun hinausgeht).
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Der Acoustick, eine akkustische Version des Stick ist bisher leider nicht über das Prototypen-Stadium hinausgekommen. Schade, denn ein solches Instrument könnte eine sehr interessante Nische füllen und auch mehr Klassik- und Folk-Fans ansprechen. Leider auch wieder eines von vielen gescheiterten Projekten von Stick Enterprises in Bezug auf die Verbreitung ihrer Instrumente.
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Meine Zukunftsprognose in Sachen Stick: Vermutlich werden die Rechte am Stick nach Ausscheiden (des mittlerweile auch schon über 70-jährigen) Emmett Chapman an einen der großen (evtl. japanischen) Hersteller übergehen, was vielleicht dazu führt, dass der Stick endlich aus seinem marktingtechnischen Dornröschenschlaf erwacht und zu einem vernünftigen Preis sowie vernünftigen Bestellkonditionen (aber auch mit einigen dringend notwendigen Aktualisierungen) für die Musikeröffentlichkeit verfügbar wird.
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Bestellung Chapman-Stick
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Hier ein kleiner persönlicher evtl. interessanter Erfahrungsbericht zum Thema Chapman-Stick:
Im Dezember 2007 habe ich mir einen Stick (10-String Bamboo) bestellt. Mir wurde mitgeteilt, dass die Bestellung nur pro forma ist und dass ich 3 Monate vor Fertigstellung noch einmal kontaktiert werde und dann bei Bedarf noch einmal alles umbestellen kann (ohne erneute Wartezeit). Das fand ich gut, denn mittlerweile interessiere ich mich weniger für den 10er Bamboo, sonder hätte viel lieber einen NS/Stick.
Schade ist nur, dass ich zur Zeit (Januar 2010) schon seit 24 Monaten warte und sich noch nichts getan hat...
Selbst wenn ich diesen Monat bescheid bekäme (womit ich nicht wirklich rechne), läge die Gesamtwartezeit dann immer noch bei 27 Monaten...
Eventuell (höchstwahrscheinlich) bin ich aber auch ganz von der Liste genommen worden (was mir aber nicht mitgeteilt wurde), weil es einmal eine kleine Auseinandersetzung zwischen Emmett Chapman und mir aufgrund dieser Website hier gab - er schrieb mir eine sehr unverschämte und seines Alters nicht würdige (um nicht zu sagen äußerst peinliche) Mail, in der er mir unterstellte, ich wolle hier für andere Firmen werben und damit seine "ihm rechtmäßig zustehende" Erfindung sabotieren.
Meine Antwort war zwar nicht sehr freundlich, aber sehr ehrlich - ich stellte ihm in kurzen worten dar, dass ich a) kein Instrumenten-Händler, sondern Hobby-Musiker (und Kunde!) bin und b) wie sehr es mich interessiert, wer was wann erfunden hat...
Unter Chapman-Stick - Anhängern ist es nicht sehr beliebt, wenn jemand auch nur den Namen eines anderen Tap-Instruments im Zusammenhang mit dem Stick erwähnt. Damit zähle ich im Hause Chapman wohl zu den Ausgestoßenen (auch wenn als Besitzer von 2 Sticks - darunter sogar ein Grand mit MIDI wohl eher zu den besser ausgestatteteren Stickern und letztenendes auch zu den guten Kunden gehöre)...
Nunja, ich konzentriere mich dann doch lieber auf die Musik und weniger auf Herstellerpolitik...
Aber mein Fazit ist: Die Firma Chapman ist für mich einer der marodesten Läden, die ich in den letzten Jahren erlebt habe. Emmett Chapman mag vielleicht ein großer Erfinder sein, aber als Geschäftsmann ist er wohl nicht ganz so brilliant... Vielleicht liegt es auch daran, dass ein geniales Instrument wie der Stick auch 40 Jahre nach Seiner Erfindung noch so ein Insider-Tipp ist. Mit einer so unsympathischen Verhaltensweise und einem so miserablen Kundenservice ist es ein Wunder, dass es den Stick überhaupt noch gibt. Es heißt an verschiedenen Stellen "40 Jahre hat Emmett hart daran gearbeitet, seinen Stick bekannt zu machen" - ich bin der Meinung, dass er einfach ein schlechter Geschäftsmann ist und deshalb in dieser langen Zeit (in dieser Zeit wurden aus kleinen japanischen Gitarrenbauern internationale Industriegiganten) so vergleichsweise wenig zustande gebracht hat.
Vielleicht macht es die nächste Generation im Hause Stick Inc. besser - das Instrument hätte es verdient!
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Mobius Megatar
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Die Mobius Megatar ist am US-Markt einer der Hauptkonkurrenten des Stick. Ich besitze leider keine, kenne aber Kollegen, die eine haben und wenn mir mal eine gute Gelegenheit über den Weg läuft, könnte ich mir vorstellen, es mal auf einen Versuch ankommen zu lassen. Allerdings würde ich mir vermutlich erstmal ein paar Gedanken wegen der Optik machen müssen... ;-)
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Der Preis ist in Ordnung (teilweise schon um die 1300 - 1500 € inkl. Zoll).
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Die Qualität stimmt meinen Informationen nach auch.
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Das Design ist halt nicht unbedingt das schnittigste (Insider nennen die Megatar liebevoll auch den "Klappspaten" unter den Tap-Gitarren). Da könnte man noch einiges tun...
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Die Verarbeitung ist meines Wissens nach solide.
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Es bestehen einige Custom-Optionen was Tonabnehmer und die Ausstattung ansich angeht (die ändern aber leider nicht viel am Design) und auch MIDI ist ab Werk verfügbar.
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Es gibt auch ein Modell mit Novax-Fretboard (gefächerte Bünde - der Insider kennt sie von der Novax 8-String von Charlie Hunter), das meines Erachtens auf einer Tap-Guitar aber leider wenig Sinn macht. Eigentlich soll es der Anatomie der Hand beim Greifen entgegenkommen, weil es sich nach oben hin weitet. Wenn ich aber beidhändig spiele, heißt das, dass bei einer der beiden Hände genau das Gegenteil passiert. Demnach müssten die Bünde also nicht gefächert sein, sondern eher pfeilförmig verlaufen, wenn man diesen Ansatz verfolgen möchte - also in der Mitte abknicken und in die andere Richtung wechseln. Da war wohl die Suche nach etwas besonderem wichtiger als die Logik... Aber es gibt ja auch Modelle mit normalem Fretboard und die sind auch noch günstiger..
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Händler gibt es in Europa leider keine und auch der Service ist nur in Amerika verfügbar (wieder teuere Rumschickerei)
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Die Mobius Megatar wird standardmäßig uncrossed gespielt. Es besteht zwar theoretisch die Möglichkeit für ein Crossed-Tuning, aber das wird so weit ich weiß eher selten bestellt
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Der Chef von dem Laden heißt Traktor Topaz - allein dieser Name ist schon kultverdächtig! ;-)
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Warr-Guitar
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Die Warr-Guitar ist eine der exklusiveren Varianten der Tap-Guitar. Der Hersteller konzentriert sich auf exklusiv(st)e Custom-Instrumente mit PRS-Charme. Sehr schön anzuschauen und von feinster Qualität, aber leider auch ziemlich teuer.
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Preis: relativ hoch (oft zwischen 4000 und 5000 € inkl. Versand und Zoll)
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Design: Sehr schön, kein Zweifel. Schöne Hölzer, Edel-Optik - fast schon zu schade für den Live-Einsatz
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Features: Irgendwo zwischen Chapman und Mobius im Edel-Outfit
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Qualität: Hoch
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Verfügbarkeit: Schwierig. Lange Wartezeiten. Gebrauchtmarkt praktisch nicht vorhanden
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Service: Nur beim Hersteller in Amerika
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Händler: In Europa keine vorhanden
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Marktverbreitung: eher gering, weil so teuer und schwer zu bekommen
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Fazit: Wenn man mit der Band in den Charts ist und einen Hingucker für die Tour oder das Video sucht eine gute Sache. Aber der Rockstar-Preis ist für viele Normalsterbliche zumeist leider nicht greifbar.
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Austin Douglas Guitar
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Eine Achtsaitige Untergruppe von Warr zum günstigen Preis. In Tap-Kreisen aber selbst Insidern kaum bekannt. Ich würde sagen, es handelt sich hier um ein Nischen-Instrument, das vielleicht gegen Chapman´s NS-Stick antreten soll, aber man bekommt (vielleicht noch) nicht viel davon mit.
Ich bin mir aber mittlerweile nicht mehr ganz sicher ob es die Austin Douglas Guitar überhaupt noch gibt oder ob sie ganz eingestellt wurde.
Eigenschaften:
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Vertrieb, Service & Co. siehe Warr-Guitar
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Preis: Günstiger, aber inkl. Versand und Zoll gibt es schon was attraktiveres
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Lieferzeiten: Nicht bekannt
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Design: Erinnert mich irgendwie an ein Vesper-Brettchen
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Gebrauchtmarkt: Habe noch nie ein Angebot für eine Gebrauchte gesehen
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Verbreitung: Gering. In Amerika evtl. höher aber in Europa ist mir noch kein einziger Spieler aufgefallen.
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Fazit: In Europa eher ein Instrument ganz am Rande.
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Marcodi Harpejji
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Das Hackbrett unter den Tap-Guitars. :-)
Dieses Instrument soll Keyboarder ansprechen, die nach etwas außergewöhnlichem mit Saiten suchen.
24 Saiten flach auf einem Brett. Saiten vertikal- Bünde horizontal. Abgefahrenes Teil. Aber wenn man es nicht kennt, denkt man spontan an ein Hackbrett vom Wiener Heurigen. :-)
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Preis: unbekannt. Auf der Hersteller-Website steht, man soll anrufen, um einen speziellen Promotion-Preis zu erfahren.
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Design: Wie ein Hackbrett :-)
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Verfügbarkeit: Nur aus Amerika bestellbar.
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Service: Nur beim Hersteller
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Händler in Europa: Keine
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Gebrauchtmarkt: Keiner (noch viel zu neu)
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Außer eines Herstellervideos habe ich das Harpejji noch nie in Aktion gesehen. Wie die Bespielbarkeit ist, ist schwer zu sagen, es lässt sich aber vermuten, dass der Umstieg von andern Tap-Guitars nicht einfach sein dürfte, weil es sich hier um etwas vollkommen anderes handelt.
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Die Saiten liegen senkrecht vor dem Spieler. Zwischen den Bünden sind die schwarzen und weißen Tasten eines Keyboards zur Orientierung angedeutet. Die Spieltechnik ist also im Vergleich zu gängigen Saiteninstrumenten genau um 90° gedreht. Das ist wirklich neu.
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Da die Bünde senkrecht vor einem Liegen, stelle ich mir Vibratos oder Bendings schwierig vor, aber diese waren vielleicht auch garnicht so sehr im Mittelpunkt der Planung. Ziel ist es schließlich, Keyboarder anzusprechen und die benden nicht viel.
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Auf dem Hersteller Video klang das Instrument eher steril, aber mit ein paar Effekten kann man es wahrscheinlich schon noch ordentlich aufpeppen.
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Ob MIDI geplant ist, ist nicht bekannt. MIDI kann ein Keyboarder auch so nutzen, deshalb glaube ich, dass es hier eher um den authentischen String-Sound geht.
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Ich glaube, das Harpejji wird effektiv mehr in der Keyboard-Ecke bleiben und auch dort vor allem Spezialisten ansprechen. Ich denke, von allen hier besprochenen Instrumenten wird es vermutlich das am wenigsten verbreitete bleiben.
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